Scheer
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Sieben
Generationen
Seven
Generations

200 Jahre Erbe legten das Fundament für die innovativsten 10 Jahre unserer Geschichte. 200 years of heritage laid the foundation for the most innovative 10 years in our history.

I. Generation 1st Generation

Johann Scheer

Der Pionier The Pioneer

Anfang des 19. Jahrhunderts war es in Österreich Tradition — und somit ein ungeschriebenes Gesetz — dass der Sohn das Geschäft des Vaters übernahm. Doch Johann, der älteste Sohn einer Wiener Weinbauerfamilie, tat etwas, was zu dieser Zeit als undenkbar galt: Er wollte den väterlichen Betrieb nicht übernehmen. Er hatte andere Pläne. Er hatte seine Liebe zu Leder entdeckt und gründete 1816 seine eigene Schuhmacherwerkstätte im 3. Wiener Gemeindebezirk. Als erfolgreicher Handwerker brachte er es bis zum Hausbesitzer. At the beginning of the 19th century, it was tradition in Austria that the son would take over his father's business. But Johann, the eldest son of a Viennese winemaking family, did something unthinkable for his time: He refused to take over the family business. He had other plans. He had discovered his love for leather and founded his own shoemaking workshop in Vienna's 3rd district in 1816. As a successful craftsman, he rose to become a property owner.

Das Jahr The Year
1816 1816
I
Der Grundstein The Foundation
Das Jahr The Year
1837 1837
II
Die Expansion The Expansion
II. Generation 2nd Generation

Matthias Scheer

Der Optimierer The Optimizer

Johanns Sohn Matthias erlernte das Handwerk von seinem Vater. Auch er hatte große Pläne, optimierte das Handwerk weiter und übersiedelte den Standort in die Bräunerstraße, dem heutigen Ort. Der unbändige Drang zur Perfektion bedeutete eine zügige und nachhaltige Weiterentwicklung des Handwerkes. Der Grundstein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung war somit gelegt. Johann's son Matthias learned the craft from his father. He too had grand plans, further optimizing the craft and later relocating the business. His drive for perfection led to a rapid and sustainable advancement of the craft, laying the foundation for successful growth.

III. Generation 3rd Generation

Rudolf Scheer

Der Großmeister The Grand Master

Der Enkel des Gründers, Rudolf, verfeinerte sein schuhmacherliches Können während seiner Lehrjahre in Paris. Wieder zurück in Wien, vergrößert er das Unternehmen. Die nächsten Jahre sollten maßgeblich für den Erfolg von SCHEER werden — 1873 gewann Rudolf die Goldene Medaille der Wiener Weltausstellung, die ihm zu nationaler und internationaler Bekanntheit verhalf. 1878 wurde er zum kaiserlich-königlichen Hoflieferanten erwählt, eine Auszeichnung, die ihm die Türen und Tore in die Welt der Aristokratie öffnen sollte. Er fertigte nicht nur die Stiefel für die Offiziere des k.u.k. Heeres — zu seinen Kunden zählten auch die meisten europäischen Herrscherhäuser und deren Hofstab sowie Kaiser Franz Josef selbst. Sein Leisten wird heute noch wie ein Schatz im Atelier in der Bräunerstraße gehütet. The founder's grandson, Rudolf, refined his shoemaking skills during his apprenticeship years in Paris. Back in Vienna, he relocated the ever-growing company to the city center. The following years would prove decisive for SCHEER's success — in 1873, Rudolf won the Gold Medal at the Vienna World Exhibition, bringing him national and international recognition. In 1878, he was appointed Imperial-Royal Court Purveyor, a distinction that would open the doors to the world of aristocracy. He crafted not only boots for the officers of the Imperial Army — his clients included most European royal houses and their court staff, as well as Emperor Franz Josef himself. His last form is still treasured like a jewel in the atelier on Bräunerstraße to this day.

k.u.k. Hoflieferant Imperial Court Purveyor
1878 1878
III
Die Krönung The Coronation
Das Jahr The Year
1924 1924
IV
Die Bewahrung The Preservation
IV. Generation 4th Generation

Auguste Scheer

Die Hüterin des Erbes The Guardian of Legacy

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Karl Gustav Scheer 1926, übernimmt Auguste gemeinsam mit dem legendären Werkstattmeister Josef die Leitung über das Unternehmen. Um immer den Überblick über die Schuhmacher und ihre Aufgaben wahren zu können, ließ Auguste die hinteren Räumlichkeiten der Werkstätte zu einer Wohneinheit umbauen. Noch heute sind ein Großteil der Möbel in der Werkstätte aus dieser Zeit — den Wohncharakter haben die Räume über all die Jahre nie verloren. After the sudden death of Edmund Scheer in 1924 and Karl-Gustav Scheer in 1926, Auguste, Karl-Gustav's wife, took over the company together with the legendary workshop master Josef. To maintain oversight of the shoemakers and their tasks, Auguste had the back rooms of the workshop converted into living quarters. To this day, most of the furniture in the workshop dates from this era — the rooms have never lost their residential character over all these years.

V. Generation 5th Generation

Carl Ferdinand Scheer

Der Orthopäde & Designer The Orthopedist & Designer

Augustes Sohn, Carl Ferdinand, musste bei der Übernahme des Betriebes 1935 in große Fußstapfen treten: Vor allem bei den „alten" Schuhmachern musste er um Anerkennung und Respekt kämpfen. Als er bei der Weltausstellung 1937 in Paris eine Goldmedaille nach Hause brachte, war seine Position endlich gefestigt. Das Stammklientel waren bis zum Anschluss 1938 nach wie vor der Adel und betuchte jüdische Kunden. Im Zweiten Weltkrieg überlebte das Unternehmen durch die Herstellung orthopädischer Artikel und wurde schlicht als „Maßschuhwerkstatt" geführt. Nach dem Krieg schaffte Carl Ferdinand es, die Werkstatt erneut zu neuen Höhen aufsteigen zu lassen. Er galt als Pionier im Bereich Orthopädie für Maßschuhe: Der perfekte Schuh sollte nicht nur schön und von exzellenter Verarbeitung sein, sondern auch gut für den Fuß. Er experimentierte gerne mit neuen Designs — die Schuhe, die in dieser Zeit entstanden, waren wunderbare Symbiosen zwischen Extravaganz, Mode und Gesundheit. Auguste's son, Carl Ferdinand, had big shoes to fill when he took over the business in 1935: He had to fight for recognition and respect, especially among the "old" shoemakers. When he brought home a gold medal from the 1937 World Exhibition in Paris, his position was finally secured. Until the Anschluss in 1938, the core clientele remained nobility and wealthy Jewish customers. During World War II, the company survived by producing orthopedic articles and was simply run as a "bespoke shoe workshop." After the war, Carl Ferdinand managed to elevate the workshop to new heights once again. He was considered a pioneer in orthopedics for bespoke shoes: The perfect shoe should not only be beautiful and excellently crafted, but also beneficial for the foot. He loved experimenting with new designs — the shoes created during this era were wonderful syntheses of extravagance, fashion, and health.

Das Jahr The Year
1935 1935
V
Die Innovation The Innovation
Das Jahr The Year
1973 1973
VI
Die Wende The Turning Point
VI. Generation 6th Generation

Michaela Scheer

Eine Zeit des Wandels A Time of Change

Es war die jüngste Tochter, Michaela, die sich entschied 1973 einzusteigen und das Unternehmen bis Mitte der 80er Jahre weiterzuführen. Doch die Liebe bringt so gerne unerwartete Wendungen ins Leben. So heiratete Michaela Mitte der 1980er Jahre ins Ausland. Carl Ferdinand verkleinerte die Werkstätte, wurde exklusiver und baute Schuhe nur noch für ein sehr ausgewähltes Publikum. Die Wartezeit für ein Paar Scheer Schuhe stieg auf bis zu zwei Jahre. Gegen Ende der 80er Jahre kam eine freudvolle Wendung: Markus, der Enkel Carl Ferdinands, hatte im Werkunterricht einen Koffer aus Leder gebaut und überreichte ihn seinem Großvater als Geschenk. Dieser war gerührt, aber viel wichtiger noch: Er erkannte das Talent des Buben und entschied sich, ihn zu fördern. So kam es, dass Markus Scheer zeitweise seine Nachmittage in der Werkstätte zubrachte und spielerisch das Handwerk erlernte. It was the youngest daughter, Michaela, who decided to join in 1973 and run the company until the mid-80s. But love so often brings unexpected turns to life. In the mid-1980s, Michaela married abroad. Carl Ferdinand downsized the workshop, became more exclusive, and made shoes only for a very select clientele. The waiting time for a pair of Scheer shoes rose to up to two years. Toward the end of the 80s, a joyful turn came: Markus, Carl Ferdinand's grandson, had built a leather briefcase in craft class and presented it to his grandfather as a gift. He was touched, but more importantly: he recognized the boy's talent and decided to nurture it. And so it came to be that Markus Scheer spent his afternoons in the workshop, learning the craft through play.

VII. Generation 7th Generation

Markus Scheer

Der traditionelle Erneuerer The Traditional Innovator

Markus ging zu seinem Großvater in die Lehre. Nach bestandener Ausbildung bis zum orthopädischen Schuhmachermeister führte er Seite an Seite mit seinem Großvater das Unternehmen. Im Mai 2011 übernahm Markus das Erbe in siebenter Generation. Er suchte junge Talente und baute ein erweitertes Team auf, welches seinen modernen Ansprüchen an Handwerk entsprach. In die mit viel Liebe und Feingefühl renovierten und stetig sich weiter entwickelnden und größer werdenden Räumlichkeiten zogen ab 2013 weitere Gewerke ein: Gürtler, Feinlederwarenerzeuger und Taschner – heute vereint unter Scheer Accessoires und seit 2024 mit den letzten Erweiterungen Uhrband und Interior komplett. Auch die Abteilung für Service-Leistungen wurde vergrößert und erweitert. Neben der Pflege und Reparatur der von Scheer produzierten Produkte bietet die Schusterei das gleiche Service auch für andere Produkte und Marken an. Neuestes Projekt des sogenannten Scheer Labors, welches 2020 ins Leben gerufen wurde und sich der Forschung und Neuentwicklung von Produkten verschrieben hat, ist die Weiterentwicklung der Scheer Ixbis (Sneaker) in Richtung noch vielseitigerer Einsatzmöglichkeiten. So wird seit nunmehr 210 Jahren die Passion der Familie Scheer mit seinem Team im Herzen von Wien gelebt. Markus apprenticed under his grandfather. After completing his training as an orthopedic master shoemaker, he led the company side by side with his grandfather. In May 2011, Markus took over the legacy in the seventh generation. He sought young talents and built an expanded team that met his modern standards of craftsmanship. From 2013, additional trades moved into the lovingly renovated and continuously evolving premises: belt makers, fine leather goods manufacturers and bag makers – today united under Scheer Accessories, and since 2024 complete with the latest additions of watch straps and interior design. The service department was also expanded and enhanced. In addition to caring for and repairing Scheer products, the workshop now offers the same service for other products and brands. The newest project of the Scheer Laboratory, founded in 2020 and dedicated to research and new product development, is the further evolution of the Scheer Ixbis (sneaker) towards even more versatile applications. Thus, for 210 years now, the passion of the Scheer family and its team continues to thrive in the heart of Vienna.

Das Jahr The Year
2011 2011
VII
Die Gegenwart The Present
1878
K.u.K. Hofschuhmacher Imperial & Royal Court Shoemaker
Wappen Habsburg

Haus Habsburg House of Habsburg

Hoflieferant der Kaiser Imperial Court Supplier

1878 wurde Rudolf Scheer zum kaiserlich-königlichen Hofschuhmacher ernannt — die höchste Auszeichnung für einen Handwerker im Habsburgerreich. Fortan fertigte das Haus Scheer Stiefel für Kaiser Franz Joseph I. und dessen Hofstaat. Die kaiserlichen Leisten werden noch heute im Atelier gehütet. In 1878, Rudolf Scheer was appointed Imperial-Royal Court Shoemaker — the highest distinction a craftsman could receive in the Habsburg Empire. From then on, the House of Scheer crafted boots for Emperor Franz Joseph I and his court. The imperial lasts are still preserved in the atelier today.

Kaiser Franz Joseph I. & Kaiser Karl I. Emperor Franz Joseph I & Emperor Karl I
1878 — I
1880
Lieferant des Kaiserhofs Imperial Court Supplier
Wappen Preußen

Deutsches Kaiserreich German Empire

Hoflieferant Seiner Majestät Purveyor to His Majesty

Der Ruf von Scheer reichte weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Um 1880 wurde das Haus zum Lieferanten des deutschen Kaiserhofs unter Wilhelm II. ernannt — ein Zeugnis der Anerkennung, die Scheers Handwerkskunst in den höchsten Kreisen Europas genoss. Scheer's reputation extended far beyond Austria's borders. Around 1880, the house was appointed supplier to the German Imperial Court under Wilhelm II — a testament to the recognition Scheer's craftsmanship enjoyed in Europe's highest circles.

Kaiser Wilhelm II.
1880 — II
1885
Königlicher Hoflieferant Royal Court Purveyor
Wappen Griechenland

Königreich Griechenland Kingdom of Greece

Im Dienste der hellenischen Krone In Service of the Hellenic Crown

Ab 1885 belieferte Scheer das griechische Königshaus. König Georg I. und sein Nachfolger Georg II. vertrauten auf die Wiener Meisterhand — eine Verbindung, die den Ruf des Hauses im Mittelmeerraum festigte und Scheers europäische Reichweite unterstrich. From 1885, Scheer supplied the Greek Royal House. King George I and his successor George II entrusted their footwear to Viennese master hands — a bond that cemented the house's reputation in the Mediterranean and underscored Scheer's European reach.

König Georg I. & König Georg II. King George I & King George II
1885 — III
1885
Königlicher Hoflieferant Royal Court Purveyor
Wappen Serbien

Königreich Serbien Kingdom of Serbia

Hoflieferant des serbischen Königshauses Purveyor to the Serbian Royal House

Ebenfalls ab 1885 zählte das serbische Königshaus zu den erlesenen Kunden des Hauses Scheer. Die Ernennung zum Hoflieferanten war ein weiteres Zeichen der europäischen Strahlkraft, die Scheers Handwerkskunst in den Adelshäusern des Balkans genoss. Also from 1885, the Serbian Royal House counted among Scheer's distinguished clientele. The appointment as court purveyor was yet another mark of the European prestige that Scheer's craftsmanship commanded in the noble houses of the Balkans.

Königshaus Serbien Royal House of Serbia
1885 — IV
1899
Großherzoglicher Hoflieferant Grand Ducal Purveyor
Wappen Luxemburg

Großherzogtum Luxemburg Grand Duchy of Luxembourg

Im Auftrag des Großherzogs By Order of the Grand Duke

Um 1899 wurde Scheer zum Hoflieferanten des Großherzogtums Luxemburg ernannt. Mit dieser fünften königlichen Auszeichnung war Scheers Stellung als bevorzugter Schuhmacher der europäischen Monarchien endgültig besiegelt — eine Ehre, die bis heute nachwirkt. Around 1899, Scheer was appointed purveyor to the Grand Duchy of Luxembourg. With this fifth royal distinction, Scheer's position as the preferred shoemaker of European monarchies was definitively sealed — an honour whose legacy endures to this day.

Großherzog von Luxemburg Grand Duke of Luxembourg
1899 — V
1853
Fürstlicher Hoflieferant Princely Court Purveyor
Wappen Liechtenstein

Fürstentum Liechtenstein Principality of Liechtenstein

Im Auftrag des Fürstentums By Order of the Principality

Über Generationen hinweg fertigte das Haus Scheer Schuhe für das Fürstenhaus Liechtenstein. Unter Fürst Franz I. (1853–1938) und seinem Nachfolger Fürst Franz Josef II. (1938–1989) pflegte man eine enge Verbindung — ein Zeugnis des Vertrauens, das die fürstliche Familie in die Wiener Handwerkskunst setzte. For generations, the House of Scheer crafted shoes for the Princely House of Liechtenstein. Under Prince Franz I (1853–1938) and his successor Prince Franz Josef II (1938–1989), a close connection was maintained — a testament to the trust the princely family placed in Viennese craftsmanship.

Fürst Franz I. & Fürst Franz Josef II. Prince Franz I & Prince Franz Josef II
1853 — VI
Erleben Experience

Der Klang
des Hauses
The Sound
of the House

Komponiert von Titus Hollweg Composed by Titus Hollweg

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Tradition trifft Handwerk. Seit über 200 Jahren fertigen wir in Wien Schuhe – und jetzt auch Accessoires – für die anspruchsvollsten Kunden der Welt. Tradition meets craftsmanship. For over 200 years, we've been making shoes in Vienna for the world's most discerning customers.

VII. Generation · K.u.K. Hofschuhmacher · Bräunerstraße 4-6, 1010 Wien VII Generation · Imperial Shoemaker · Bräunerstraße 4-6, 1010 Vienna

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